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Handwerker

Die Entwicklung des Handwerks in Sarajevo
begann zu der Zeit, als die Ottomanen kamen. Es
ist nämlich bekannt, daß Sarajevo sich, als ein
urbanes Zentrum, aus den mittelalterlichen
Ansiedlungen im 15. Jahrhundert, zu entwickeln
begann. Als Isa-beg Ishaković die Keiseroschee,
als auch das daneben liegende
Verwaltungsgebäude daß man Saraj benannte, die
Musafirhane (vom Persischen/Arabischen
„musafirhana“ was soviel wie Gaststätte für
Reisende bedeutet), die Tekija (ein Sufistisches
„Kloster“), und all die anderen Objekte, baute,
bekamen diese Objekte die Grundlage für ein
wirtschaftliches Zentrum des Sehers (vom
Persischen „shahr“ was soviel wie Stadt oder
Metropole bedeutet).

Die Handwerkerei entwickelte sich für den Bedarf der Armee und weil es auch wichtig für die
Erbildung und Erhaltung neuer Gebäude war. Es waren die Ottomanen, die schon urbane
Zivilisationen und auch Händlerzünfte entwickelt hatten, die den Grundstein für die Entwicklung des
Handwerks und der Baščaršija legten. Viele Arten des Handwerks haben sich in Sarajewo bis zur
Pefektion entwickelt, und wir haben jedes Recht darauf sie als einen teil unserer Tradition zu
betrachten.Die ersten Handwerker werden im ältesten bekanntem Kataster aus dem Jahre 1489.
erwähnt. Dieses Dokument zeigt uns daß die ersten Handwerker dem Bedarf der Armee dienten,
wie z.B. die Schmiede, Schwertschmiede, Schuhmacher, Sattler, Deckenmacher, Wolleverarbeiter,
aber auch Metzger, Bäcker und Bozamacher.

       
   
     
       
     
 
     
 
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Dreisig Jahre später hat sich die Anzahl der Arten des Heimwerks mehr als verdoppelt. Im Register der Jahre 1528-1536 werden 19 neue Arten der
Heimwerker erwähnt, so wie z.B. die Hufbeslagschmiede, Schlosser, Baumeister, Tischler, Köche, Kupferschmiede, Goldschmiede, Pantoffelmacher,
usw. Am Beginn des 17. Jahrhunderts finden wir auch die Glockengiesser, Uhrmacher, Bettdeckenweber, Schneider für Volkstrachten, Kammmacher
usw.Am Ende des 19. Jahrhunderts werden 70 verschiedene Arten der Handwerker und mehr als 400 verschiedene Produkte erwähnt. Die meisten
Produkte erschufen die Sattler, Kupferschiede und Schmiede.Einige Handwerker haben bei der Arbeit soviel künstlerisches Talent gezeigt und wurden
deshalb im ganzen Reich berühmt und geehrt. Die behrümtesten waren die Kupferschmiede, Kürschner und Filigranschmiede, die ihre Produkte auch
exportierten. Die Geschäfte der Handwerker waren in der Baščaršija aufgeteilt. Jede Art der Handwerker wurden eine oder mehrere Strassen zugeteilt.
So befanden sich z.B. die Sattler in der heutigen Saraci Strasse, um die heutige Cekrekcina Moschee befanden sich die Metzger, „sagrdzije“ und
Schmiede. Die Schneider befanden sich in der Strasse die sich von der Lateinerbrücke, bis zur heutigen Apotheke streckte.

Die Sabljarska, wiederum, befeanden sich in der heutigen Strasse der Zelenih beretki. Viele der Strassennamen wurden bis zum heutigen Tage erhalten,
wie z.B. Curciluk, Kazazi, Mudzeliti, Kazandziluk. Bäcker, Süssigkeitenverkäufer, und Kaffeeverkäufer hatten nicht ihre eigenen Strassen, da man ihre
Geschäfte in der ganzen Baščaršija auffinden konnte.                                                                                         
     
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